Die Website der Yale School of the Environment veröffentlichte einen Artikel von Jim Robbins mit dem Titel „Warum Biokunststoffe das weltweite Plastikproblem nicht lösen werden“. Laut dem Artikel werden Biokunststoffe von Branchenkennern zwar als Lösung für die Plastikverschmutzung angepriesen, doch die Vorstellung, dass Flaschen und Verpackungen aus pflanzlichen Materialien einfach weggeworfen werden können und sich dann auf natürliche Weise zersetzen, ist falsch – Recycling und Wiederverwendung von Plastik sind die einzig praktikable Strategie.

Warum bleiben Biokunststoffe, die als wichtige Lösung für das Plastikproblem angepriesen werden, weit hinter den Erwartungen zurück?
Einweg-Kunststoffverpackungen sind das ideale Verpackungsmaterial, da sie robust, leicht, vielseitig, transparent und kostengünstig sind. Sie schützen die Frische des Produkts optimal und sind zudem beständig gegen Säure und Druck in Erfrischungsgetränken. Um diese Eigenschaften nachzubilden, werden Biokunststoffe benötigt. Die beiden am häufigsten verwendeten Biokunststoffe sind PHA und PLA. PHA steht für Polyhydroxyalkanoat und wird oft aus von Algen produziertem Zucker hergestellt; PLA steht für Polymilchsäure und wird aus Zucker gewonnen, der in Nutzpflanzen wie Mais und Zuckerrohr vorkommt.

PLA kostet nur ein Zehntel von PHA, das häufiger für Einweggeschirr und verschiedene Verpackungen verwendet wird. PHA dient als Beschichtung auf der Innenseite von Pappbechern und findet Anwendung in der Medizintechnik. Beide Biokunststoffe sind jedoch nicht weit verbreitet, da sie die Festigkeit und andere Eigenschaften herkömmlicher Kunststoffe nicht erreichen und zudem deutlich teurer sind. Lockedair, Pionier der Luftpolsterfolienindustrie, brachte bereits 2016 eine 100% pflanzenbasierte Luftpolsterfolie auf den Markt. Dieses Produkt ist jedoch etwa dreimal so teuer wie herkömmliche Folien und verliert nach nur sechs Monaten seine optimale Heißsiegelfähigkeit.
Obwohl beide heute verwendeten Biokunststoffarten von Mikroorganismen abgebaut werden und innerhalb kurzer Zeit wieder Teil der natürlichen Umwelt werden können, ist dieser Abbau nur möglich, wenn der Kunststoff gesammelt und in einer streng kontrollierten, industriellen Hochtemperaturanlage gelagert wird. Gelangen Biokunststoffe auf Mülldeponien, wo nicht genügend Sauerstoff für den Abbau vorhanden ist, können die Auswirkungen jahrhundertelang anhalten und Methan (ein starkes Treibhausgas) freisetzen.
Selbst Flaschen, die zu 100 % aus Pflanzenmaterial bestehen, sind keine praktikable Lösung. Biokunststoffe gelangen nicht nur in die Umwelt und benötigen Jahre, um sich zu zersetzen, sondern bringen aufgrund ihrer pflanzlichen Herkunft auch die Umweltprobleme der industriellen Landwirtschaft mit sich. Die zur Herstellung von Biokunststoffen verwendeten Zucker stammen oft aus gentechnisch veränderten Pflanzen, die mit Herbiziden und Pestiziden behandelt werden und Land beanspruchen, das für die Ernährung der wachsenden Weltbevölkerung dringend benötigt wird.
Viele Experten sind der Ansicht, dass die Lösung des Plastikmüllproblems weniger in der Entwicklung besserer Biokunststoffe liegt als vielmehr in einer Umstrukturierung der Wirtschaft, um die Recyclingquote von Plastik deutlich zu erhöhen. Eine kürzlich in der Fachzeitschrift „Science“ veröffentlichte Studie schätzt, dass jährlich etwa 11 Millionen Tonnen Plastik in die Ozeane gelangen – 3 Millionen Tonnen mehr als bisher angenommen. Sollte der weltweite Trend des rasant steigenden Plastikverbrauchs anhalten, wird sich die Menge an Plastikmüll bis 2040 verdreifachen. Die einzige Lösung für dieses gravierende Problem ist das Recycling und die Rückgewinnung von Kunststoffen.
Im September 2019 gelang Lockedair die Entwicklung einer Luftpolsterfolie mit über 30 % Recyclinganteil. Diese Folie ist empfindlicher und erfordert eine präzisere Temperatur- und Spannungsregelung. Die Lockedair LA-E3S verarbeitet diese Folie dank ihres einzigartigen Temperaturkompensations- und dynamischen Spannungsregelungssystems genauso problemlos wie herkömmliche Folien. Entdecken Sie mit uns die neuen Möglichkeiten des Luftpolstersystems, um Kunststoffmaterialien zu reduzieren, wiederzuverwenden und zu recyceln und gleichzeitig Ihre Produkte optimal zu schützen.